Klaus Lembke wird als Fehdeführer gegen Preußen und Holland genannt.
Leben
Namensvarianten: Klaus Lembeke, Klaus Lembcke
Lebensdaten: Der Name Klaus Lembeke taucht in den Hanserecessen zuerst in einem Eintrag einer Versammlung zu Lübeck im März 1403 auf. Die letzte Erwähnung findet sich in einem Eintrag zu Verhandlungen zu Gottorf und Flensburg im Dezember 1421.
Herkunft: -
Tätigkeitsgebiet: -
Verwandschaft: -
Tätigkeiten
Aktivitäten als Fehdehelfer: -
Status: -
Fahrgemeinschaften: -
Auftraggeber: -
Angaben zu Schiff und Besatzung: -
Sonstige Tätigkeiten: -
Sonstiges
Klaus Lembke tritt zuerst in den Hanserecessen in einer Erklärung auf, in der er Albrecht von Bayern die Fehde erklärt. Diese Fehde wird jedoch nur "der Form halber" erklärt, da Lembke eigentlich Probleme mit Preußen hat, jedoch Holland in engen Handelsbeziehungen mit Preußen steht. Die Ursache der Problematik mit Preußen liegt wohl in einer Güterwegnahme durch preußische Kräfte an Lembke und seinem Vater, die von diesem bereits früher versucht wurde zu verfolgen. Klaus Lembke sieht in dieser Fehdeerklärung an Preußen (und damit auch Holland) die letzte Möglichkeit, seine Ehre zu retten.
Die "Sache Lembke" taucht bis 1421 in verschiedene Dokumenten der Hanserecesse auf. Über den Status der Fehde wird hierbei jedoch nicht viel erwähnt, es tauchen jedoch hin und wieder Anweisungen auf, Klärung in die Sache zu bringen. Es ist auffällig, dass diese Erwähnungen häufig in Versammlungen zu Marienburg stattfinden. Im Jahr 1404 bzw. 1405 wird die Angelegenheit den Städten Hamburg und Lübeck, sowie den "gemeinen" Städten übertragen, damit diese über die Sache beraten. In einem Eintrag von 1407 wird wieder um Klärung der Sache gebeten.
Der letzte Eintrag zu Klaus Lembke findet sich im siebten Band der ersten Abteilung der Hanserecesse. Hier wird über das Vorhaben König Eriks von Dänemark berichtet, Lembke zu überfallen, was jedoch von den Ratsleuten der Hanse entschieden abgelehnt wird. Über die Ursachen dieses Vorhabens ist jedoch keinerlei Vermerk zu finden.
Es existiert neben dem hier genannten Klaus Lembke noch ein Nikolaus (von) Lembeken, der als Truchseß des dänischen Königs Erwähnung findet. Aufgrund der Datierungen der zugehörigen Einträge ist hier wohl nicht die oben genannte Person gemeint.
Quellen
Verein für hansische Geschichte (Hrsg.): Hanserecesse. Abt. 1, Bd. 5. Die Recesse und andere Akten der Hansetage: 1256 – 1430. Leipzig, 1870ff.
Verein für hansische Geschichte (Hrsg.): Hanserecesse. Abt. 1, Bd. 7. Die Recesse und andere Akten der Hansetage: 1256 – 1430. Leipzig, 1870ff.
In folgenden Quellen wurde gesucht, jedoch nichts gefunden:
Höhlbaum, Konstantin (Hrsg.): Hansisches Urkundenbuch. Halle, 1876ff.
